Harmonika-Freunde Owingen e.V.

Pressespiegel

13.06.2006, Quelle: Südkurier, Norbert Zysk

Mit dem Talent zum Alleinunterhalter

Schüler der Harmonikafreunde beweisen beim Vorspiel in Billafingen ihre Klasse am Akkordeon

Owingen - Über 500 "Tanzende Finger" am Akkordeon, Keyboard oder auf der Gitarre bestimmten jüngst das Geschehen in der "Gerbe" in Billafingen. Die Harmonika-Freunde hatten zu ihrem traditionellen Schülervorspiel eingeladen, das sie diesmal als "Schau-Spielen" bezeichneten. Damit war keine Show gemeint, sondern dass primär die Zuhörer, Eltern und Akkordeonfreunde "schauen" mögen. Denn die Idee der Musiklehrer Wolfgang Löffler und Helmut Schafranek ist, dass sich die in Ausbildung befindlichen Spieler immer wieder vor Publikum darstellen und ihr Können präsentieren sollen. Vorsitzender Andreas Fiegener: "Sie wollen zeigen, was sie gelernt haben."

Und das bewältigten die Kinder und Jugendlichen mit Bravour. Den Auftakt gab das Schülerorchester unter der Leitung von Helmut Schafranek mit Titeln von Marco Wasem und Jürgen Schmieder. Etwas "Show" machten die jungen Akkordeonspieler dennoch, als sie die gespielten Melodien mit Schlägen auf den Balg untermalten. Auch Gitarren-Klänge gab es von Lena und Jan Mutschler, zum Beispiel beim Titel "Fröhlich segeln wir entlang mit Gitarren und Gesang". Und sei machten ihre Sache erstaunlich gut. Ute Wendel, zweite Vorsitzende, meinte dazu: "Kon gozige Fehler hont se g'macht". Das Repertoire bei den Vorträgen der Solisten, Duos und Gruppen war breit gestreut. Sie wagten sich nicht nur an die traditionelle Akkordeonmusik, sondern brachten auch entsprechend dem jeweiligen Ausbildungsstand moderne sowie klassische Melodien zu Gehör. Es wäre falsch, einzelne Spieler herauszuheben, alle waren voll engagiert dabei. Doch nach dem Vortrag von Maximilian Glöckler Keyboard meinte Vorsitzender Andreas Fiegener: "Er könnte bald als Alleinunterhalter auftreten." Der Titel "Ab in den Süden" von Olaf Jeglitza war ein guter Ansatz.

"Wir sind stolz auf unseren Nachwuchs", sagte Ute Wendel. Sie hatte auch ein wenig in der Traditionskiste des Akkordeons gekramt und einige alte Akkordeons auf der Bühne positioniert. Das älteste Modell stammt aus dem Jahre 1925. Eine "Hohner Tango" aus dem Jahre 1947 habe sie in Argentinien aufgetrieben, die ein Auswanderer nach dem Krieg mitgenommen hat. Nun ist das wertvolle Instrument wieder in Deutschland. Stolz ist sie auch auf das argentinische Modell eines "Bandoniums", das für den argentinischen Tango bekannt ist. Und Andreas Fiegener hat sein "Akkordeonle" mit acht Bässen mitgebracht, mit dem er einst das Akkordeon-Spielen begonnen hat.

Max Schloss beendete mit seinem Jugendorchester einen unterhaltsame und informativen Nachmittag. Bei "Tunesische Impressionen" in einem Satz von Manfred Probst und "Bongo und Maracas" von Adolf Deutschle wurde deutlich, was das Akkordeon kann.

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