26.10.2004, Quelle: Südkurier
Jahreskonzert der Harmonikafreunde Owingen mit allen vier Orchestern - Begeistertes Publikum und zahlreiche Zugaben.

Owingen-Billafingen (flu) - Akkordeonklänge werden oft mit Volkmusik verbunden. Wie vielseitig Akkordeonmusik jedoch in Wirklichkeit sein kann, bewiesen die Harmonika-Freunde Owingen bei ihrem Jahreskonzert. Von leichter Unterhaltungsmusik über Filmmusik bis hin zu Tangoklängen reichte das abwechslungsreiche Programm, bei dem alle vier Orchester des Vereins mitwirkten.
"Wir bieten alles auf, was wir nur haben", meinte Vorsitzender Andreas Fiegener zu Beginn des Konzerts in der "Neuen Gerbe" in Owingen-Billafingen.
So ließen zunächst die jüngsten Spieler die Tasten klingen. Mit dem rhythmischen "Maharadscha Cha-Cha" von Gottfried Hummel begrüßte das Anfängerorchester unter der Leitung von Helmut Schafranek das Publikum. Mit viel Spielfreude zeigte der Nachwuchs, was er im Musikunterricht bereits gelernt hat. Die Anfänger wurden vom Schülerorchester abgelöst, das mit der fröhlichen Melodie "Hey, Pippi Langstrumpf" begeisterte und führte die gespannten Zuhörer bald zum kleinen Wikingerjungen "Wickie" aus der Zeichentrickwelt.
In die Welt des Musicals wurde das Publikum vom Jugendorchester mit Dirigent Max Schloss entführt. Das Leitmotiv "Memory" aus dem Musical "Cats" von Andrew Lloyd Webber setzte einen spannungsvollen Auftakt. Dass man den vielseitigen Instrumenten auch rockige Töne entlocken kann, zeigte das rhythmische "Rocking Accordion" von Hans-Günther Kölz. Viel Abwechslung wurde den begeisterten Zuhörern bereits im ersten Konzertteil geboten. Nach rockigen Tönen ließ das Jugendorchester die bekannte Melodie "My heart will go on" aus dem preisgekrönten Film "Titanic" erklingen.
Ein Potpourri lateinamerikanischer Melodien wie "Guantanamera" oder "Adelita" vereinten sich in "Bongos und Maracas". Mit zwei Zugaben verabschiedete sich das Jugendorchester vom begeisterten Publikum. "Can you feel the love tonight" von Elton John aus dem Film "König der Löwen" und "Love me tender" bildeten den Abschluss des ersten Konzertteils.
Das erste Orchester unter der Leitung von Wolfgang Löffler setzte das vielseitige Konzert fort und begab sich auf eine musikalische Weltreise mit Auftakt im Orient. Ruhige und harmonische Klänge wechselten mit leichten und beschwingten Melodien, um sich - begleitet von Paukenschlägen - zu einem tönenden Fortissimo zu steigern. Die Ouvertüre "Der Kalif von Bagdad" zeigte die gesamte Vielfältigkeit der Akkordeonmusik auf. Mit "Irish Rhapsody" von Ivan Black machte das Orchester auch Station in Irland, um sogleich den musikalischen Sprung über den Ozean zu wagen. 1998 spielte die Harmonikafreunde bereits auf einer Orchesterreise in Argentinien "Don't cry for me Argentina" aus der Rock-Oper "Evita". Nun ließen die Spieler zusammen mit der beeindruckenden Stimme von GastSängerin Deborah Rosenkranz den Titel noch einmal aufleben und sorgten für große Begeisterung beim Publikum. Die Reisen nach Argentinien haben bei den Spielern auch die Begeisterung zum Tango geweckt: Energisch und temperamentvoll erklang der Tango "Jalousie" von Jacob Gade.
"Akkordeon spielen ist Schwerstarbeit", würdigte Ansagerin Silvia Vetter die Leistung der Spieler. Dennoch ließ das Orchester bei den "Springreitern" von Alfons Holzschuh die Töne noch einmal hüpfen. Genug hatten die Zuhörer aber noch lange nicht. Ein deutscher Marsch, ein spanischer Tanz und noch einmal "Don't cry for me Argentina" ertönten als Zugaben.