Harmonika-Freunde Owingen e.V.

Pressespiegel

28.10.2003, Quelle: Südkurier

Kleine Strolche vermitteln große Freude

Konzert der "Harmonika-Freunde" in vollbesetzter "Neuer Gerbe"

Mit vier Orchestern und einem zweistündigen Konzertprogramm stellten die Harmonika-Freunde ihr Können in der voll besetzten "Neuen Gerbe" in Billafingen unter Beweis. Dass das ganze hauptsächlich mit ihren "Lieblingsinstrumenten", den Akkordeons, stattfand, versteht sich von selbst.

Owingen - Was früher Herbstkonzert genannt wurde, heißt heute "Jahreskonzert", bei dem sich alle vier Orchester vorstellen wollen, um den Eltern und Besuchern zu zeigen, was das Ergebnis der regelmäßigen Proben ist. Dieses kann sich sehen lassen, was durch den reichlichen Applaus bescheinigt wurde.

Auch eine gelungene Programmgestaltung muss den Dirigenten und Organisatoren bescheinigt werden. Denn es gab Steigerungen vom ersten Stück bis zum Finale. Auch für die äußere Darstellung haben sich die Harmonika-Freunde ein neues Logo einfallen lassen. Es soll die Vielfältigkeit des Instrumentes "Akkordeon" ausdrücken, schwungvoll wirken und neue Fans anlocken, "bei uns einzusteigen", heißt es im Spielerkreis.

Den Auftakt bestritt Helmut Schafranek mit dem"Anfängerorchester" und dem "Schülerorchester". Man muss die jungen Spielerinnen und Spieler bewundern. So haben die "kleinen Strolche" aus dem Anfängerorchester mit dem Titel "Die kleinen Strolche" von Alexander Jekic große Musikfreude ausgestrahlt. Und das Schülerorchester machte eine Reise "In einem gallischen Dorf" von Gottfried Hummel, bei dem die Eigenheiten mancher Dorfbewohner musikalisch dargestellt wurden. Die geforderten Zugaben belegten, dass die jungen Spieler ihren Part mit Bravour meisterten.

Gleiches galt auch für das Jugendorchester unter der Leitung von Max Schloss, der mit seinen Musikerinnen und Musikern so bekannte Titel wie "Love me tender" von Elvis Presly oder die Filmusik von Elton John zu "König der Löwen" mit dem Akkordeon präsentierten, Titel zum "Schwelgen und Räumen", sagte Ansagerin Jasmin Lutz. Beim sehr rhythmisch und dynamisch vorgetragenen Cha-Cha-Cha "Mexicana" von Carl Schneider-Kräupl wäre mancher Besucher gerne auf die Tanzfläche gegangen, aber die war von den Musikern belegt.

Nach der Pause bot das "1. Orchester" unter der Leitung von Wolfgang Löffler einen hochkarätigen Vortrag mit sechs Titeln, die alle besondere Erwähnung verdient hätten. Auf viele Besucher machte das Stück "Auf einem persischen Markt" nachhaltigen Eindruck. Man konnte mit geschlossenen Augen die näher kommende Kamelkarawane sehen, die Rufe der Bettler nach Gaben und die Schlangenbeschwörer hören sowie die Karawane wieder abziehen sehen. Leise verklang die Musik in der Ferne und der Marktplatz wurde wieder einsam.

Es war ein gelungenes und bemerkenswertes Konzert. Die Harmonika-Freunde haben Recht, wenn sie sagen, dass das Akkordeon aus der Tanz-, Unterhaltungs- und der Filmmusik sowie aus der Klassik nicht mehr wegzudenken ist. Im Rahmen dieses Konzertes gab es auch Ehrungen für langjährige Orchestermitglieder. Unser Bild zeigt v.l: Ute Wendel (20 Jahre), Beate Frey (30), Gerold Roth und Sebastian Wienecke (je 10 Jahre).

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